Karlshorst – »Dahlem des Ostens«. Villenort, Rennbahn und ehemalige sowjetische Militärstadt
Reste eines Postenhäuschens der Sowjetarmee am Rande des ehemaligen Sperrgebiets in Karlshorst
Der Ort wird erstmalig 1825 als Vorwerk Carlshorst erwähnt. Der heutige Stadtteil wurde 1895 als Villen- und Landhaussiedlung gegründet. Die Siedlung lag verkehrsgünstig an der Märkisch-Niederschlesischen Eisenbahn. Die amtliche Schreibweise Karlshorst wurde 1901 eingeführt.
Die Pferderennbahn des Vereins für Hindernisrennen wurde am 9. Mai 1894 eingeweiht. In Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges wurde 1937 die Festungspionierschule der Wehrmacht an der Zwieseler Straße eingeweiht.
Vom Mai 1945 an richtete die sowjetische Armee in Karlshorst ein weitreichendes Sperrgebiet ein. Bis 1963 wurde große Teile als sowjetische Militärstadt genutzt. Die letzten russischen Soldaten verließen den Ort 1994. Nach 1990 wurden zahlreiche Wohngebäude saniert und Neubauten errichtet.
Treffpunkt: S-Bhf. Karlshorst, Ausgang Stolzenfelsstraße, unten